Offizielle WFGA Regeln, Version 11.1 vom 14.02.2018

Deutsche Übersetzung vom 26.04.2017 (ks, ms, be)

Überarbeitung 22.03.2018 (Pro)


Die offiziellen Regeln des Fußballgolfs unterliegen der World Footballgolf Association (WFGA). Die Idee dahinter ist, Einheitlichkeit für Regeln im Fußballgolf zu schaffen, so dass Spieler auf der ganzen Welt mit den gleichen Regeln spielen können.

Dies ist eine Übersetzung der englischen Originalversion-

Im Zweifelsfall ist nur die aktuell geltende englische Version gültig!



Regel 1. Das Spiel


1-1. Allgemeines

Das Spiel Fußballgolf besteht darin, einen Ball vom Abschlag zu schlagen und diesen von der Stelle, an der der Ball vollständig zur Ruhe gekommen ist, weiter zu spielen. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis der Ball im Loch oder in einem optionalen letzten Hindernis eingelocht ist.


1-2. Einflussnahme auf den Ball

Ein Spieler darf keine Maßnahmen ergreifen, um die Position oder die Bewegung eines gespielten Balles zu beeinflussen, außer in Übereinstimmung mit den Regeln.

• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 1-1., 1-2.: Zwei Schüsse

• Im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen Regel 1-2. kann der WFGA-Vertreter als Strafe eine Disqualifikation aussprechen.


1-3. Übereinkunft über Nichtanwendung von Regeln

Spieler dürfen nicht übereinkommen, die Anwendung irgendeiner Regel auszuschließen oder irgendeine Strafe außer Acht zu lassen.

• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 1-3.: Disqualifikation des betroffenen Spielers (bzw, des Doppel-Teams)


1-4. Streitpunkte, die nicht durch Regeln abgedeckt sind

Wird irgendein strittiger Punkt nicht durch die Regeln erfasst, sollte dieser Punkt durch einen WFGA-Vertreter oder Schiedsrichter entschieden werden.


Regel 2. Lochspiel („Matchplay“)


2-1. Allgemeines

Ein Spiel besteht aus zwei Parteien (Einzel oder Doppel), die, wenn nicht von der Spielleitung (WFGA-Vertreter) anders bestimmt, über die festgesetzte Runde gegeneinander spielen.

Im Lochspiel wird lochweise gespielt. Sofern die Regeln nichts anderes bestimmen, gewinnt ein Loch diejenige Partei, die mit weniger Schlägen ihren Ball einlocht. Der Stand des Lochspiels wird durch die Begriffe „so viele Löcher auf“ (Vorsprung einer Partei auf die andere), „gleich (all square)“ (Gleichstand) und „so viele Löcher zu spielen“ (noch verbleibende zu spielende Löcher) ausgedrückt.


2-2. Geteiltes Loch

Ein Loch ist geteilt, wenn beide Parteien mit der gleichen Schlagzahl einlochen.


2-3. Gewinner im Lochspiel

Ein Lochspiel ist gewonnen, wenn eine Partei mit mehr Löchern führt, als noch zu spielen sind.

Zur Entscheidung bei Gleichstand darf der WFGA-Vertreter eine festgesetzte Runde um so viele Löcher verlängern, wie erforderlich sind, um das Lochspiel gewinnen zu können.


2-4 Schenken des Lochspiels, des Lochs oder des nächsten Schusses

Ein Spieler darf ein Lochspiel jederzeit vor Beginn oder Abschluss des Lochspiels schenken. Ein Spieler darf ein Loch jederzeit vor Beginn oder Abschluss des Lochs schenken. Ein Spieler darf seinem Gegner jederzeit den nächsten Schlag schenken, vorausgesetzt der Ball des Gegners ist vollständig zur Ruhe gekommen. Der Ball gilt als vom Gegner mit seinem nächsten Schlag eingelocht und jede Partei darf ihren Ball entfernen. Ein Schenken darf weder zurückgewiesen noch widerrufen werden.


2-5. Allgemeine Strafen

Sofern nichts anderes vorgesehen, ist die Strafe für Verstoß gegen eine Regel im Lochspiel die gleiche wie eine Strafe im Zählspiel.


Regel 3. Zählspiel


3-1. Allgemeines: Gewinner

Ein Zählwettkampf besteht aus Parteien (Einzel oder Doppel), die jedes Loch einer oder mehrerer festgesetzten Runde oder Runden beenden und die für jede Runde eine Zählkarte einreichen, auf der eine Schusszahl für jedes Loch eingetragen ist. Jede Partei spielt gegen jede andere im Wettkampf teilnehmende Partei. Gewinner ist diejenige Partei, die für die festgesetzte(n) Runde(n) die wenigsten Schüsse benötigt.

Bei Gleichstand in einem Zählwettkampf wird ein Stechen um die ersten drei Plätze als Spielfortsetzung durchgeführt. Die Löcher für das Stechen müssen von den WFGA-Verantwortlichen vor dem Start des Turniers veröffentlicht werden.


3-2. Nicht eingelocht

Locht eine Partei an irgendeinem Loch nicht ein und behebt seinen Fehler nicht, bevor er einen Schlag vom nächsten Abschlag macht, bzw., sofern es sich um das letzte Loch der Runde handelt, das Grün verlässt, wird er mit der maximalen Anzahl an Schlägen für das nicht beendete Loch bestraft (siehe Regel 3-5.).


3-3. Zweifel über Spielweise

Nur im Zählspiel darf eine Partei, die beim Spielen eines Lochs im Zweifel ist, welches seine Rechte sind oder wie das korrekte Verfahren ist, straflos das Loch nach zwei Regelarten beenden. Ab dem strittigen Punkt muss das Loch jeweils nach beiden in Frage kommenden Regelarten zu Ende gespielt werden („zwei Bälle spielen“). Um nach dieser Regel zu verfahren, muss der Spieler, nachdem die zweifelhafte Lage entstanden ist und bevor er weiter handelt (z. B. einen Schuss nach dem ursprünglichen Ball macht), sich entscheiden, zwei Bälle zu spielen. 


Die Partei sollte ihrem Zähler oder der anderen Partei ankündigen:

• dass sie beabsichtigt, zwei Bälle zu spielen

• und welcher Ball zählen soll, sofern die Regeln die für den Ball angewandte Vorgehensweise gestatten.


Die Partei muss, bevor sie ihre Zählkarte einreicht, den Sachverhalt der Spielleitung melden. Versäumt sie dies, ist sie disqualifiziert.

Handelt die Partei, bevor sie sich entscheidet, zwei Bälle zu spielen, ist sie nicht nach Regel 3-3. vorgegangen und das Ergebnis mit dem ursprünglichen Ball zählt. Die Partei zieht sich keine Strafe für das Spielen des zweiten Balls zu.


3-4. Regelverweigerung

Weigert sich eine Partei, einer Regel nachzukommen, die die Rechte einer anderen Partei berührt, ist sie disqualifiziert.


3-5. Jedes Loch hat eine maximale Anzahl an Schüssen 

Jedes Loch hat eine vorgegebene Parzahl. Das Maximum an Schüssen bei einem Loch beträgt das 3-fache der angegebenen Parzahl. Wenn der Ball nicht innerhalb dieser erlaubten Schüsse eingelocht ist, wird zusätzliche eine Strafe von einem Schuss notiert.


3-6. Doppel

Im Doppel sind die Grundregeln die gleichen wie im Einzel, außer dass die Spieler während eines Loches immer abwechselnd schießen. Die Spieler können selbst entscheiden, wer an den Löchern mit dem Abschlag beginnt.


3-7. Allgemeine Strafe

Sofern nichts anderes vorgesehen, ist die Strafe für Verstoß gegen eine Regel im Zählspiel zwei Schüsse.


Regel 4. Ausrüstung


4-1. Allgemeines

Ausrüstung ist alles, was vom Spieler benutzt, getragen oder mitgeführt wird (außer dem Ball im Spiel und dem Ballmarker).


4-2. Schuhe

Der Spieler muss Schuhe tragen. Der Spieler kann jede Art von Schuhen wählen, mit Ausnahme von Schuhen, die den Kurs beschädigen. Das bedeutet, dass zum Beispiel Indoor-Schuhe, Laufschuhe und Kunstrasen-Schuhe mit Gumminoppen erlaubt sind. Gewöhnliche Fußballschuhe mit Stollen sind nicht erlaubt, wenn nicht anders angegeben.

Regel 5. Der Ball


5-1. Allgemeines - Der Ball

Der Ball muss ein Fußball der Größe 5 mit einer runden Form sein. Es ist nicht erlaubt, den Balldruck während einer Runde, außer zwischen Loch 9 und 10 zu ändern (der WFGA-Vertreter wird dafür sorgen, dass zwischen Loch 9 und 10 eine Pumpe vorhanden ist).

• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 5-1.: Zwei Schüsse.

• Im Wiederholungsfall: Disqualifikation.


5-2. Ball untauglich für das Spiel

Ein Ball ist untauglich für das Spiel, wenn er aufgrund einer Beschädigung wie Rissen oder Löchern Luft verliert.

Ein Ball ist NICHT untauglich für Spiel, wenn seine Oberfläche zerkratzt, abgeschabt oder seine Farbe beschädigt ist. Ein Ball, der für das Spiel untauglich ist, muss ausgetauscht werden.

• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 5-2.: Zwei Schläge


Regel 6. Der Spieler


6-1. Offizielle WFGA Regeln

Der Spieler ist dafür verantwortlich, die offiziellen WFGA Regeln zu kennen.


6-2. Startzeit und Spielergruppen


a. Startzeit

Der Spieler muss zu der durch den WFGA-Vertreter festgelegten Startzeit starten.

Wir empfehlen den Spielern, sich beim Startpunkt mindestens 15 Minuten vor ihrer Startzeit zu melden, um ihre Zählkarte abzuholen.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 6-2.a:


Wenn der Spieler innerhalb von fünf Minuten nach seiner Startzeit spielbereit an seinem Startpunkt erscheint, ist die Strafe für die Verspätung im Zählspiel zwei Schüsse am ersten Loch.

Erscheint der Spieler nach Ablauf von fünf Minuten nach der Startzeit, bedeutet die Verletzung dieser Regel die Disqualifikation.


Ausnahme: Wenn der WFGA-Vertreter feststellt, dass außergewöhnliche Umstände einen Spieler daran gehindert haben, rechtzeitig zu starten, gibt es keine Strafe.


b. Spielergruppen

Die Partei muss während der gesamten Runde in der Gruppe bleiben, die vom WFGA-Vertreter eingeteilt wurde, sofern nicht die Spielleitung einen Wechsel zulässt oder nachträglich genehmigt.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 6-2b.: Disqualifikation


6-3. Ball

Der Spieler ist dafür verantwortlich, dass er mit einem den Regeln entsprechenden Ball spielt. Jeder Spieler sollte seinen Ball kennzeichnen.


6-4. Schusszahlen im Zählspiel


a. Aufschreiben der Schusszahlen

Vor Beginn der Runde tauscht jeder Spieler seine Zählkarte mit einem anderen Spieler aus der vom WFGA-Vertreter zusammengestellten Gruppe aus und wird zum Schreiber eines anderen Spielers in dieser Spielgruppe. Nach jedem Loch sollte der Zähler die Schlagzahl mit dem Spieler vergleichen und aufschreiben. Bei Beendigung der Runde muss der Zähler die Zählkarte unterschreiben und sie dem Spieler aushändigen.


b. Unterschreiben und Einreichen der Zählkarte

Nach Beendigung der Runde sollte der Spieler seine Schusszahl für jedes Loch nachprüfen und alle zweifelhaften Einzelheiten mit dem WFGA-Vertreter klären. Er muss sicherstellen, dass der Zähler die Zählkarte korrekt unterschrieben hat, die Zählkarte gegenzeichnen und sie so bald wie möglich der Spielleitung einreichen.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 6-4b.: Disqualifikation.


c. Änderung der Zählkarte

Auf einer Zählkarte darf nichts mehr geändert werden, nachdem der Spieler sie bei einem WFGA-Vertreter eingereicht hat.


d. Falsche Schusszahl für das Loch

Der Spieler ist dafür verantwortlich, dass die für jedes Loch auf seiner Zählkarte aufgeschriebene Schusszahl richtig ist. Reicht er für irgendein Loch eine niedrigere als die tatsächlich gespielte Schusszahl ein, ist er disqualifiziert. Reicht er für irgendein Loch eine höhere als die tatsächlich gespielte Schusszahl ein, gilt die eingereichte Schlagzahl.


Ausnahme: Reicht ein Spieler für irgendein Loch eine niedrigere als die tatsächlich gespielte Schlagzahl ein, ist der Spieler nicht disqualifiziert, wenn er einen oder mehrere Strafschüsse nicht notiert hatte, von denen er, bevor er die Zählkarte einreichte, nicht wusste, dass er sich diese zugezogen hatte. Unter diesen Umständen zieht sich der Spieler die Strafe der anzuwendenden Regel zu, sowie zwei zusätzliche Strafschüsse für jedes Loch, an dem der Spieler gegen Regel 6-4d verstoßen hat. Diese Ausnahme findet keine Anwendung, wenn die Strafe der anzuwendenden Regel die Disqualifikation vom Wettkampf ist.


Anmerkung: Für das Addieren der Schusszahlen sind die WFGA-Vertreter verantwortlich.


6-5. Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel

Während des Spielens eines Loches und zwischen der Beendigung eines Lochs und dem Abspielen am nächsten Loch darf der Spieler das Spiel nicht unangemessen verzögern. Wenn ein Spieler oder eine Spielergruppe zu langsam spielt und dadurch den Kontakt zu den Gruppen vor ihnen verliert oder das Spiel der Spielergruppe hinter sich verzögert, kann der Schiedsrichter kontaktiert werden. Der Schiedsrichter kann entscheiden, der Spielergruppe ein Zeitlimit zu setzen. Dieses Zeitlimit beträgt jeweils 40 Sekunden, um die Schüsse ab Erreichen des Balles auszuführen.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 6-5: Zwei Schüsse

• Für wiederholtes Vergehen: Disqualifikation


6-6. Unterbrechung des Spiels - Fortsetzung des Spiels


a. Mit Erlaubnis

Der Spieler muss weiterspielen, außer wenn:


• Ein WFGA-Vertreter das Spiel unterbricht

• Der WFGA-Vertreter glaubt, dass eine Gefahr von Blitzen ausgeht

• Es andere gute Gründe wie z.B. eine plötzliche Krankheit oder ähnliches gibt


Schlechtes Wetter ist kein Grund für das Abbrechen des Spiels. Wenn ein Spieler ohne Erlaubnis des WFGA-Vertreters abbricht, muss er dies so schnell wie möglich dem WFGA-Vertreter melden. Wenn er dies tut und der WFGA-Vertreter seine Gründe akzeptiert, wird keine Strafe auferlegt.


Wenn der Grund unbefriedigend ist, wird der Spieler disqualifiziert.


b. Vorgehen bei Aussetzung des Spiels durch WFGA-Vertreter

Wenn das Spiel vom WFGA-Vertreter unterbrochen wird, müssen die Spieler sofort aufhören zu spielen und die Position ihres aktuell gespielten Balles markieren, bevor sie den Ball aufnehmen. Die Spieler müssen ihr Spiel an der Stelle wieder aufnehmen, an der sie das Spiel unterbrochen haben, also an der vor dem Abbruch markierten Stelle, sobald der WFGA-Vertreter eine Wiederaufnahme des Spiels anordnet. Es ist nicht erlaubt, dass eine Spielergruppe ein bereits gestartetes Spiel erneut am Abschlag eines Loches beginnt.


• STRAFE für das Nicht-Markieren eines Balles - Zwei Schüsse Strafe

• STRAFE für andere Verstöße gegen die Regel 6-6b: Erster Verstoß - Verwarnung

• Für wiederholtes Vergehen: Zwei Schüsse Strafe 


Regel 7. Üben


7-1. Vor oder zwischen Runden

An jedem Tag eines Wettkampfes kann ein Spieler auf dem Wettkampfkurs üben, bevor eine Wettkampfrunde beginnt oder sie beendet ist, nur wenn der WFGA-Vertreter es erlaubt.

Der Spieler darf nicht zwischen den am Turnier teilnehmenden Spielergruppen trainieren.


7-2. Während der Runde

Ein Spieler darf keine Übungsschüsse beim Spielen eines Loches machen.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 7.1 oder 7.2: Zwei Schüsse

• Für wiederholtes Vergehen: Disqualifikation


Regel 8. Beratung


Beratung ist erlaubt, wenn sie das Spiel nicht verzögert (siehe Regel 6-5).

Eine beratende Person muss immer hinter allen Spielern der Spielgruppe bleiben, während sie das Loch spielen. 


Ausnahme: Ihr Partner im Doppel darf die Stelle anzeigen, an der er den Ball haben möchte.


➢ STRAFE FÜR VERLETZUNG DER REGEL: Erster Verstoß - Verwarnung

➢ Für wiederholtes Vergehen: Zwei Schüsse Strafe


Regel 9. Auskunft über Schusszahl


Allgemeines


Die Anzahl der Schüsse, die ein Spieler gemacht hat, schließt alle Strafschüsse ein, die er sich zugezogen hat. Hat ein Spieler sich Strafschüsse zugezogen, muss er seinen Zähler so bald wie möglich darüber informieren.


Regel 10. Spielfolge


Am Abschlag des ersten Lochs ergibt sich die Ehre eines Spielers oder einer Partei aus der Aufstellung. Der Spieler mit der niedrigsten Schusszahl an einem Loch hat am nächsten Abschlag die Ehre. Der Spieler mit der nächstniedrigsten Schusszahl spielt als Nächster und so fort. Haben zwei oder mehr Spieler an einem Loch die gleiche Schusszahl, spielen sie am nächsten Abschlag in gleicher Reihenfolge ab wie am vorhergehenden Loch. Haben alle Spieler einer Spielergruppe begonnen, das Loch zu spielen, schießt der Spieler als nächstes, dessen Ball die weiteste Entfernung zum Loch hat. 


Wenn ein Ball markiert werden muss, kann die Gruppe entscheiden, dass anstelle einer Markierung diese/r Ball/Bälle zuerst gespielt wird/werden. Bälle in der Nähe von Hindernissen sollten zuerst gespielt werden. Andernfalls muss das Markieren, Entfernen und wieder Platzieren des Balles in der Nähe von Hindernissen zusammen mit dem Schreiber oder einem Mitspieler erfolgen.

Wenn der Ball in der Nähe des Lochs ist, kann der Spieler nach Absprache mit den anderen Spielern vorab versuchen, einzulochen. Liegt der Ball im Umkreis eines Meters ums Loch, sollte der Spieler seinen Ball sofort zu Ende spielen.


Regel 11. Abschlagsbereich


11-1. Abschlag

Wenn ein Spieler einen Ball ins Spiel schießt, muss der Ball innerhalb des Abschlagsbereichs liegen. Ein Ball ist innerhalb des Abschlagsbereichs, wenn ein Teil des Balles innerhalb des Abschlagsbereichs liegt. Ein Spieler darf außerhalb des Abschlagsbereichs stehen, um seinen Ball zu spielen.


11-2. Abschlagsmarkierungen

Alle Abschlagsmarkierungen sind fest vorgeschriebene Punkte/Markierungen und dürfen nicht von einem Spieler verändert werden.


• STRAFE FÜR VERSTOSS GEGEN  REGEL 11.2: Zwei Schüsse


11-3. Abschlagen außerhalb des Abschlagsbereichs

Wenn ein Spieler seinen Ball außerhalb des Abschlagsbereichs ins Spiel schießt, zieht er sich eine Strafe von zwei Schüssen zu und muss dann erneut aus dem Abschlagsbereich heraus schießen. Der Schuss von außerhalb der Abschlagszone und jeder nachfolgende Schuss an diesem Loch vor der Korrektur seines Fehlers zählen nicht zu seinem Ergebnis.


Regel 12. Ball Suchen und Identifizieren


12-1. Auf der Suche nach dem Ball

Beim Suchen seines Balls darf der Spieler überall auf dem Platz langes Gras, Binsen, Gebüsch, Ginster, Heide oder dergleichen berühren oder biegen, jedoch nur im erforderlichen Ausmaß, um den Ball finden oder identifizieren zu können, und vorausgesetzt, dass dadurch die Lage des Balls nicht verbessert wird. Ebenso darf der Spieler den Raum seines beabsichtigten Stands oder seine Spiellinie nicht verbessern. Es ist nicht erlaubt, irgendetwas auf dem Kurs abzubrechen oder auszureißen. Wenn ein Spieler infolge der Annäherung an oder Suche nach seinem Ball den Ball versehentlich bewegt, gibt es keine Strafe und der Ball muss zurück in seine ursprüngliche Lage gebracht werden.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 12.1: Zwei Schüsse


12-2. Hochheben des Balles zur Identifizierung

Die Verantwortung für das Spielen des richtigen, d.h. seines Balles, liegt beim Spieler. Jeder Spieler sollte irgendeine Art von Markierungszeichen auf seinem Ball haben. Wenn ein Spieler einen ruhenden Ball nicht eindeutig als seinen Ball identifizieren kann, darf der Spieler den Ball zur Identifizierung ohne Strafe aufheben. 


Bevor der Ball aufgehoben wird, muss der Spieler seine Absicht dem Schreiber oder Mitspieler bekannt geben und die Lage des Balles markieren.

Er kann dann den Ball aufheben und ihn identifizieren, vorausgesetzt, er gibt seinem Schreiber oder Mitspieler die Gelegenheit, das Aufheben und Zurücklegen des Balles zu beobachten.

Wenn der aufgehobene Ball der Ball des Spielers ist und er nicht alle beschriebenen Verfahrensweisen zum Anheben des Balles beachtet hat oder er seinen Ball aufhebt, um ihn zu identifizieren, ohne einen guten Grund dazu zu haben, erhält er eine Strafe von einem Schuss.


Regel 13. Den Ball spielen, wie er liegt


13-1. Allgemeines

Der Ball muss gespielt werden, wie er liegt, sofern die Regeln nichts anderes vorsehen. (Ball in Ruhe bewegt – siehe Regel 18.)


13-2. Lage, Raum des beabsichtigten Stands, oder Spiellinie verbessern

Ein Spieler darf die Position oder Lage seines Balles, seiner Spiellinie oder einer für ihn vorteilhaften Erweiterung dieser Linie über das Loch hinaus nicht verbessern. Gleiches gilt für den Bereich, in dem er seinen Ball platzieren möchte. Das heißt, es ist nicht erlaubt, etwas Gewachsenes oder fest Bestehendes zu bewegen oder zu verbiegen, um einen Vorteil, bzw. eine bessere Lage oder Spiellinie zu gewinnen.


13-3. Standsicherheit beim Schuss

Ein Spieler ist berechtigt, sich einen festen Stand für seinen Schuss zu verschaffen, dies schließt jedoch aus, Zweige oder dergleichen abzubrechen.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 13: Zwei Schüsse

Regel 14. Spielen des Balles


14-1. Den Ball schießen/spielen

Ein Schuss ist die Vorwärtsbewegung des Fußes mit der Absicht, den Ball zu bewegen. Der Schuss kann mit jedem Teil des Fußes ausgeführt werden. Es darf nur eine kurze Berührung des Balles geben und der Ball darf nicht geführt werden. Ein "Luftschuss", d.h. ein hypothetisch ausgeführter Schuss ohne Berührung des Balls, zählt nicht als Schuss.

Nach Regel 18-2 gibt es keine Strafe, wenn ein Spieler versehentlich den Ball berührt, ohne die Position des Balles zu verändern.


14-2. Schießen eines sich bewegenden Balles

Ein Spieler darf keinen Schuss machen, während der Ball sich bewegt. Wenn der Ball beginnt sich zu bewegen, nachdem der Spieler seine Schlagbewegung begonnen hat oder sein Fuß sich in einer ausholenden Rückwärtsbewegung befindet, wird laut dieser Regel keine Strafe auferlegt.


14-3. Unterstützung

Während der Ausführung eines Schusses darf ein Spieler keine körperliche Unterstützung annehmen.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 14-1, 14-2 oder 14-3: Zwei Schüsse


Ausnahmen:


a. Lupfen/Anheben

Wenn der Ball mit dem Fuß gelupft wird, darf ein längerer Kontakt mit dem Ball stattfinden, solange der Ball, während er noch mit dem spielenden Fuß in Berührung ist und während der gesamten Bewegung kontinuierlich in eine imaginäre Gerade im Raum beschleunigt. Der Ball darf nicht auf dem Fuß balanciert werden. Der Ball darf nicht dauerhaft berührt werden, bevor er gelupft wird.


b. Schießen oder Putten mit der Sohle

Beim Schießen oder Putten mit der Sohle ist es erlaubt, einen längeren Kontakt mit dem Ball zu haben. Der Ball darf nicht berührt werden, bevor der mit der Sohle gekickt wird.

Wenn ein Spieler den Ball mit seiner Sohle oder beim Lupfen übermäßig lange führt, kann jeder im Turnier befindliche Spieler einen Schiedsrichter oder einen WFGA-Offiziellen bitten, dem Spieler zu folgen, um die Korrektheit dieses Schusses zu beurteilen.

Die Richtigkeit der Schusstechnik lässt sich leicht daran erkennen, ob der ausführende Spieler in der Lage ist, während des Schusses seine Balance zu halten und den Fuß, der den Schlag ausführt, nach dem Schlag wieder neben dem Standbein abzusetzen. Es ist für den Schiedsrichter leicht, ein Urteil zu fällen, wenn der Fuß, der den Schuss ausführt, vor dem Standbein abgestellt wird. In diesem Fall wurde der Schwerpunkt des Spielers verlagert. Dies ist verboten.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG DER AUSNAHMEN: Verwarnung

• Für wiederholtes Vergehen: Zwei Schüsse Strafe


Regel 15. Ersatzball, falscher Ball


15-1. Allgemeines

Ein Spieler muss die Runde mit dem Ball beenden, mit dem er das Spiel am ersten Abschlag begonnen hat, es sei denn, der Ball ist verloren (Regel 27b) oder beschädigt und unbrauchbar (Regel 5). Der Ball darf dann ersetzt werden.


15-2. Falscher Ball

Wenn ein Spieler einen falschen Ball spielt, erhält er eine Strafe von zwei Schüssen. Die Schüsse des Spielers zählen nicht zum seinem Punktestand. Wenn der falsch gespielte Ball einem Mitspieler gehört, muss dieser den Ball auf die Stelle zurücklegen, an der der falsche Ball gespielt wurde.


Regel 16. Das Grün


16-1. Aufnehmen des Balles

Ein Ball auf dem Grün kann zu jedem Zeitpunkt markiert werden. Die Position des Balles muss markiert sein, bevor der Ball aufgenommen wird und der Ball muss wieder zurückgelegt werden. (Regel 20-1). 


16-2. Ball ragt über Lochrand hinaus

Ragt irgendein Teil des Balls über den Lochrand hinaus, steht dem Spieler ausreichend Zeit zu, das Loch ohne vermeidbare Verzögerung zu erreichen und festzustellen, ob sich der Ball in Ruhe befindet. Ist der Ball bis dahin nicht in das Loch gefallen, gilt er als in Ruhe befindlich. Fällt der Ball anschließend in das Loch, gilt er als vom Spieler mit dem letzten Schlag eingelocht, und er muss seiner Schusszahl für das Loch einen Strafschuss hinzurechnen.

An anderen Stellen des Kurses muss der Ball dann markiert werden, wenn die Gefahr besteht, dass durch Wind, Gefälle, eine Kante oder ähnliches sich der Ball nach Ruhestand doch noch bewegen wird. (Änderung 2018 Entfall)


Regel 17. Die Fahnenstange


Von der Fahnenstange eingeklemmter Ball

Wenn der Ball eines Spielers gegen die Fahnenstange prallt und der Ball sich verklemmt, ohne eingelocht zu sein, kann der Spieler oder eine andere Person, die von ihm authorisiert ist, die Fahnenstange vorsichtig bewegen oder entfernen. Wenn der Ball dann im Loch landet, gilt das Ergebnis des zuletzt gespielten Schusses. Ansonsten muss der Ball auf die Kante des Loches gelegt werden (ohne Strafe). Die Fahnenstange darf entfernt werden, wenn dies möglich ist, ohne diese zu zerstören. Während ein Ball sich bewegt, darf die Fahnenstange nicht entfernt werden.

In Situationen, in denen die Flagge beschädigt ist oder der Wind die Fahnenstange neigt, ist es erlaubt, dass ein Mitspieler vor einem Schlag angewiesen wird, die Fahnenstange während eines Schusses festzuhalten. Während eines Schusses darf der Mitspieler nicht mehr angewiesen werden, die Fahnenstange zu bewegen.


Regel 18. Ball in Ruhe bewegt


18-1. Durch äußere Einwirkung

Wenn ein Ball in Ruhe durch eine äußere Einwirkung (nicht zum Spiel Gehöriges) bewegt wird, gibt es keine Strafe und der Ball muss zurückgelegt werden.

Hinweis: Es ist eine Frage des Fakts, ob ein Ball durch etwas Nicht zum Spiel Gehöriges bewegt wurde. Um nach dieser Regel verfahren zu können, muss es bekannt oder so gut wie sicher sein, dass etwas Nicht zum Spiel Gehöriges den Ball bewegt hat. Fehlt es an dieser Kenntnis oder Gewissheit, muss der Spieler den Ball spielen, wie er liegt (ruhender Ball eines Spielers von einem anderen Ball bewegt: Regel 18-5).


18-2. Durch Spieler, Partner oder Ausrüstung    (Ergänzung ab 14.02.2018)

Der Spieler erhält eine Strafe von einem Schuss. Wenn der Ball bewegt wird (ursprüngliche Lage des Balles wurde geändert) muss der Ball zurück an die ursprüngliche Stelle gelegt werden.

Nach den Regeln gibt es keine Strafe, wenn ein Spieler den Ball hebt, damit der Ball sich nicht eigenständig bewegt (wegen starkem Wind, steilem Boden, sehr trocken oder kein Gras usw.) oder (neun ab 14.02.2018) wenn ein Spieler versehentlich seinen Ball in den folgenden Fällen bewegt:.1


• Auf der Suche nach einem Ball oder beim Einnehmen des sicheren Standes für den Schuss (Regel 13-3)

• Beim regelgerechten Aufnehmen des Balles (Regel 20-1)

• Bei der Beseitigung eines losen, natürlichen Hindernisses auf dem Grün (Regel 23-1)

• Bei der Beseitigung beweglicher Hindernisse (Regel 24-1)

• Bei der vorsichtigen Annäherung an den Ball ohne absichtliches Biegen oder Verschieben von irgendetwas


18-3. Von Mitspielern oder Ausrüstung

Wenn ein Mitspieler oder seine Ausrüstung den Ball des Spielers bewegt, ihn berührt oder ihn in Bewegung bringt, gibt es keine Strafe. Wenn der Ball bewegt wird, muss er zurückgelegt werden (Spielen eines falschen Balles: Regel 15-2)


18-4. Durch anderen Ball

Wenn ein Ball in Ruhe nach dem Schuss eines anderen Spielers von dessen sich bewegenden Ball bewegt wird, muss der zuvor in Ruhe befindliche Ball zurückgelegt werden – keine Strafe.


Regel 19. Ball in Bewegung abgelenkt oder aufgehalten


19-1. Durch äußere Einwirkung (nicht zum Spiel Gehöriges)

Wird eines Spielers Ball in Bewegung zufällig durch etwas Nicht zum Spiel Gehöriges, den Kontrahenten oder Ausrüstung abgelenkt oder aufgehalten, gilt dies als Spielzufall und ist straflos und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt. Ausgenommen die WFGA-Vertreter entscheiden, dass der Ball eines Spielers absichtlich abgelenkt oder von einer äußeren Einwirkung gestoppt wurde. Ist dies bei einem Schuss der Fall, unabhängig von der ursprünglichen Position des Balles auf dem Kurs, wird der Ball auf die ursprüngliche Stelle zurückgelegt und der Schuss von dort wiederholt. Wenn der Ball versehentlich an eine Stelle außerhalb des Kurses abgelenkt wird, ist der Schuss ungültig und muss von der ursprünglichen Stelle wiederholt werden.


19-2. Durch Spieler oder seine Ausrüstung

Wenn der Ball eines Spielers versehentlich von ihm selbst oder von seiner Ausrüstung gestoppt wird (Ball oder Ballmarker werden nicht als Ausrüstung gezählt), erhält der Spieler eine Strafe von einem Schuss. Der Ball muss von der Stelle gespielt werden, an der er liegt.

• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 19-2: Ein Schuss


19-3. Durch anderen Ball

Ball in Ruhe: 

Wenn der gespielte Ball eines Spielers nach einem Schuss abgelenkt oder durch einen ruhenden Ball im Spiel gestoppt wird, muss der Spieler seinen Ball von dort spielen, wo er liegen bleibt. Es gibt keine Strafe.

Ball in Bewegung:

Wenn der gespielte Ball eines Spielers nach einem Schuss abgelenkt oder durch einen ebenfalls in Bewegung befindlichen Ball im Spiel gestoppt wird, müssen beide Spieler ihre Bälle erneut vom letzten Ausgangspunkt spielen. Es gibt keine Strafe.


Regel 20. Markieren, Aufnehmen und Platzieren, Spielen von falscher Stelle


20-1. Markieren und Aufnehmen

Ein Ball, der unter Einhaltung der Regeln aufgenommen werden soll, kann vom Spieler selbst oder einer anderen, vom Spieler autorisierten Person markiert und aufgenommen werden. In einem solchen Fall ist der autorisierende Spieler für einen Verstoß gegen die Regeln verantwortlich.

Die Position des Balles muss markiert werden, bevor der Ball aufgenommen wird. Wird das Markieren versäumt, erhält der Spieler eine Strafe von einem Schuss und der Ball muss zurückgelegt werden.

Anmerkung 1: Die Position eines aufzunehmenden Balles muss markiert werden, indem man einen Ballmarker oder eine Münze genau in der Mitte hinter dem Ball in der Spielrichtung platziert.

Anmerkung 2: Markieren, Aufnehmen und Platzieren von Bällen in der Nähe von Hindernissen müssen zusammen mit dem Schreiber oder einem Mitspieler durchgeführt werden.


20-2. Platzieren

Ein Ball, der nach den Regeln wieder platziert werden soll, muss vom Spieler selbst platziert werden. Er muss an der Stelle platziert werden, von der der Ball zuvor aufgenommen wurde. Der Ball muss genau vor die Ballmarkierung zurückgelegt werden. Wenn ein Ball, nachdem er platziert wurde, nicht an der Stelle liegenbleibt, an der er platziert wurde, gibt es keine Strafe und der Ball muss erneut korrekt platziert werden.


• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 20-1 & 20-2: Zwei Schüsse


20-3. Spielen von falscher Stelle

Wenn ein Spieler einen Schuss von der falschen Stelle ausführt, erhält er eine Strafe von zwei Schüssen.

Er muss das Loch weiterspielen, ohne seinen Fehler korrigieren zu dürfen, vorausgesetzt, er hat durch das Spielen von der falschen Stelle keinen signifikanten Vorteil gewonnen (dem WFGA-Vertreter obliegt das Recht zur Entscheidung).

Wenn ein Spieler einen signifikanten Vorteil gewonnen hat, indem er von der falschen Stelle aus spielt, entsteht eine Strafe von zwei Schüssen und der Fehler wird korrigiert, indem der Ball von der richtigen Stelle gespielt werden muss.

Wenn ein Spieler einen signifikanten Vorteil gewonnen hat und ihn nicht korrigiert hat, bevor er einen Schuss vom nächsten Abschlag macht, bekommt er die maximalen Schüsse für das Loch aufgeschrieben. 


Regel 21. Ball reinigen


Ein Ball auf dem Grün kann gereinigt werden, wenn er unter Regel 16-1 aufgenommen wird. Ansonsten darf ein Ball nicht gereinigt/aufgenommen werden, außer wenn er zu folgenden Zwecken aufgenommen wurde:

• um festzustellen, ob er für das Spiel ungeeignet ist (Regel 5-2)

• zur Identifikation (Regel 12-2) – in diesem Fall darf der Ball nur in dem für die Identifizierung notwendigen Umfang gereinigt werden

• weil er das Spiel unterstützt oder beeinträchtigt (Regel 22)

Wenn ein Spieler seinen Ball während des Spiels an einem Loch reinigt und damit die Regel missachtet, erhält er eine Strafe von einem Schuss und der aufgenommene Ball muss zurückgelegt werden. Ausnahme: Wenn ein Spieler eine Strafe für die Nichtbeachtung von Regel 5-2, 12-2 oder 22 bekommt, gibt es keine zusätzliche Strafe nach Regel 21.


Regel 22. Ball unterstützt oder behindert Spiel


22-1. Unterstützender Ball

Gilt nicht, wenn ein Ball in Bewegung ist! Wenn ein Spieler glaubt, dass ein Ball den Ball eines anderen Spielers unterstützen könnte, kann er den Ball aufnehmen, wenn es sein Ball ist. Ein unter dieser Regel aufgenommener Ball muss markiert und wieder platziert werden (siehe Regel 20-2).

Im Kick-Spiel kann ein Spieler seinen vermutet unterstützenden Ball nach Absprache auch zuerst spielen, anstatt den Ball aufzunehmen. Im Kick-Spiel: Wenn der WFGA-Vertreter feststellt, dass Konkurrenten vereinbart haben, einen Ball nicht aufzunehmen, damit er anderen Spielern helfen könnte, werden sie alle disqualifiziert (wegen Unsportlichkeit).


22-2. Störender Ball

Gilt nicht wenn ein Ball in Bewegung ist! Wenn ein Spieler glaubt, dass ein oder mehrere andere Bälle seinen zu spielenden Ball stören könnten, kann er diese Bälle, nachdem sie markiert wurden, aufnehmen lassen. Ein unter dieser Regel aufgehobener Ball muss dann wieder platziert werden (siehe Regel 20-2).

Im Kick-Play kann ein Spieler nach Absprache seinen Ball auch zuerst spielen, anstatt den Ball aufzunehmen.  


Anmerkung 1: 

Außer auf dem Grün (beim Putten) kann ein Spieler nicht selbst die Entscheidung treffen, den Ball aufzunehmen, wenn er glaubt, dass er den gespielten Ball eines anderen Spielers stören könnte. Wenn ein Spieler seinen Ball aufnimmt, ohne dazu aufgefordert zu werden, erhält er eine Strafe von einem Schuss für das Missachten von Regel 18-2, es gibt aber keine zusätzliche Strafe nach Regel 22.

Anmerkung 2: 

Wenn ein gespielter Ball in Bewegung durch einen ruhenden Ball beeinflusst werden könnte, darf der ruhende Ball nicht mehr aufgenommen werden.

• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 22.1 & 22.2: Zwei Schüsse

• STRAFE FÜR WIEDERHOLTE VERLETZUNG VON REGEL 22.1: Disqualifikation


Regel 23. Lose hinderliche Naturstoffe


Erleichterung

Jedes lose Hindernis (wie lose Äste, Steinchen und dergleichen) kann ohne Strafe entfernt werden. Wenn die Beseitigung eines losen Hindernisses durch den Spieler eine Bewegung des Balls veranlasst, gilt Regel 18-2 (Strafe von einem Schuss).

Wenn ein Ball in Bewegung ist, darf ein loses Hindernis, das die Bewegung des Balles beeinflussen könnte, nicht mehr entfernt werden.


Regel 24. Hemmnisse


24-1. Bewegliche Hemmnisse

Ein Spieler darf ohne Strafe ein bewegliches bahnfremdes Hindernis versetzen oder das Hindernis vorübergehend versetzen und dann wieder zurücksetzen.


24-2. Unbewegliche Hemmnisse


a. Beeinträchtigung

Beeinträchtigung durch ein unbewegliches bahnfremdes Hindernis tritt auf, wenn ein Ball in oder auf dem Hindernis liegt oder wenn das Hindernis die Standsicherheit des Spielers oder den Bereich seiner beabsichtigten Schussbewegung stört. Das heißt, es besteht die Gefahr, es mit den Füßen zu berühren, wenn man einen Schuss macht. Eine Beeinträchtigung der Spiellinie selbst ist keine Beeinträchtigung durch ein unbewegliches Hemmnis entsprechend dieser Regel.


b. Erleichterung

Ein Spieler kann zur Erleichterung einer Beeinträchtigung durch ein unbewegliches bahnfremdes Hindernis ohne Strafe den Ball auf den nächsten spielbaren Punkt legen, jedoch nicht näher an das Loch.


Regel 25. Ungewöhnliche Boden- oder Wetterbedingungen, Boden in Ausbesserung


Der WFGA-Vertreter kann entscheiden, aufgrund anormaler Bodenbedingungen eine lokale Regel zu erlassen.

Der Ball darf auf den nächsten spielbaren Punkt (Erleichterung) gelegt werden, jedoch nicht näher zum Loch (Beispiel: temporäres Wasser auf dem Platz im Bunker oder auf der Spielbahn/Fairway).


Wenn sich der Ball durch Wind bewegt, muss der Spieler seinen Ball aus der neuen Position spielen, ohne dabei eine Strafe zu erhalten. 


Im Falle eines Gewitters während der Runde muss die Turnierrunde vom WFGA-Vertreter mit einem lauten akustischen Signal (Sirene oder Horn) unterbrochen werden. Nach dem Signal markieren die Spieler sofort ihre Bälle (Regel 20-1). Nach Wiederaufnahme der Runde setzen die Spieler ihr Spiel von der markierten Position fort.


Ein in Ausbesserung befindlicher Boden ist jeder Teil des Kurses, der auf Anweisung des WFGA-Vertreters oder eines Bevollmächtigten dazu erklärt und als solcher gekennzeichnet wurde.

Der gesamte Boden, das Gras, jeder Busch, Baum oder andere wachsenden Pflanzen innerhalb der Reparaturzone sind Teil des Bodens in Ausbesserung. Der Bereich muss deutlich gekennzeichnet und sichtbar sein. Ein Ball befindet sich auf dem Boden in Ausbesserung, wenn er in der Zone zum Liegen kommt oder irgendein Teil des Balles diese Zone berührt. Der Spieler darf ohne Strafe zur Erleichterung seinen Ball an den nächsten spielbaren Punkt, jedoch nicht näher zum Loch legen.


Regel 26. Ball im Aus


Ein Ball ist im Aus, also außerhalb des Spiels, wenn er im vollen Umfang außerhalb der Begrenzung liegt.

Jeder Bereich auf dem Kurs kann als Grenze markiert werden. Ein Bereich, der außerhalb der Grenzen liegt, muss durch Pfosten oder Linien markiert sein oder in den lokalen Regeln klar erklärt werden. Wenn ein Ball außerhalb der Grenzen ist, erhält der Spieler einen Schuss Strafe und muss den Ball erneut so exakt wie möglich von der Stelle spielen, von der der Ball zuletzt gespielt wurde.

Ein Ball ist außerhalb vom Spiel, wenn er auf einem anderen Kurs/Loch endet/in Ruhelage kommt.

Beispiele dafür sind:

• wenn der gesamte Ball das Rough oder die Bahn verlässt, die zum Loch gehört

• wenn der gesamte Ball auf einem Weg zwischen zwei anderen Löchern liegt

• wenn der gesamte Ball vor der vordersten Abschlagsmarkierung (also im Abschlagsbereich) eines anderen Lochs liegenbleibt (auf einer anderen Bahn).

• wenn der ganze Ball hinter dem eigenen Abschlagsbereich liegt (wenn der Ball im Rough oder auf einem Weg zum Liegen kommt, der mit dem eigenen Loch/Spielbahn verbunden ist, darf man von dort aus weiterspielen) 


Anmerkung 1: 

Der WFGA-Vertreter kann vor dem Turnier bekannt geben, dass das Turnier ohne diese Regel gespielt wird.


Regel 27. Ball unspielbar oder verloren


Unspielbar erklärter Ball, Ball nicht innerhalb von fünf Minuten gefunden


a. Vorgehen bei unspielbarem Ball/Schuss- und Distanzverlust

Zu jeder Zeit kann ein Spieler mit einem Schuss Strafe den Ball selbst für unspielbar erklären und ihn erneut spielen, und zwar so nah wie möglich von der Stelle, von der er den ursprünglichen Ball zuletzt gespielt hat. Das nennt man „unter Schuss- und Distanzverlust“ weiterspielen. Bei unspielbarem Ball mit Schuss- und Distanzverlust wird der Spieler angehalten, die Position des vorherigen Schusses zuerst zu markieren, bevor er seinen gespielten Ball zurückholt.


b. Ball nicht innerhalb von fünf Minuten gefunden

Wenn ein Ball innerhalb von fünf Minuten nicht gefunden oder als zum Spieler zugehörig identifiziert wurde, nachdem der Spieler begonnen hat, den Ball zu suchen, muss der Spieler mit einem neuen Ball erneut und so nah wie möglich von der Stelle spielen, von der der ursprüngliche Ball zuletzt gespielt wurde.

• STRAFE FÜR VERLETZUNG VON REGEL 27: Ein Schuss


Regel 28. Hindernisse


Ein Hindernis ist jede Art von Objekt (Eimer, Holz, Stock, Pfosten, Stein, Netz, Fensterbereich oder dergleichen), das in der offiziellen Bahnbeschreibung erwähnt wird und in Spielrichtung zwischen-, durch-, über- unter- oder zu umspielen ist. Hindernisse müssen nacheinander in der Spielrichtung gespielt werden. Es gibt vier verschiedene Arten von Hindernissen:


28-1. Einbeinige Hindernisse


Einbeinige Hindernisse bestehen genau aus einem Objekt als Begrenzung (Stock, Stein oder dergleichen) und müssen entweder links oder rechts je nach Lochbeschreibung in der richtigen Spielrichtung umspielt werden. Wenn der Spieler den Ball auf die falsche Seite des Hindernisses spielt, muss er den Ball wieder über die gleiche (falsche) Seite am Hindernis vorbei zurückspielen. Wenn dies nicht geschafft wird, muss der Spieler den Ball so lange um das Hindernis herumspielen, bis der Ball in korrekter Spielrichtung auf der richtigen Seite des Hindernisses vorbei gespielt wurde.

28-2. Zweibeinige Hindernisse


Zweibeinige Hindernisse sind von genau zwei Objekten als Begrenzung (Stöcke, Steine oder dergleichen) markiert und müssen als zwei einseitige Hindernisse in der richtigen Spielrichtung durchspielt werden. Der Ball muss das linke einbeinige Hindernis auf der rechten Seite und das rechte einbeinige Hindernis auf der linken Seite passieren. Wenn der Spieler den Ball auf die falsche Seite eines der zwei einbeinigen Hindernisse spielt, muss er den Ball wieder über die gleiche (falsche) Seite am Hindernis vorbei zurückspielen.

Andernfalls muss der Spieler den Ball um das Hindernis so lange herumspielen, bis der Ball in korrekter Spielrichtung auf der richtigen Seite der zwei einbeinigen Hindernisse vorbei gespielt wurde.


Wichtig: Mit anderen Worten, darf der Spieler den Ball nicht mehr zwischen den beiden einbeinigen Hindernissen zurückspielen, um nach dem Fehlversuch wieder in Spielrichtung vor das Hindernis zu gelangen.


Anmerkung: Ein- und zweibeinige Hindernisse haben einen offenen imaginären vertikalen Bereich vom oberen Ende des Hindernisses zum Himmel. Wenn der Ball seitlich außerhalb dieser Grenze gespielt wird und der Ball während seines Fluges nicht ganz außerhalb der Grenze des Hindernisses ist, dann wird er als korrekt gespielt gewertet.

Mit anderen Worten, um den Schuss als verpasst zu werten, muss der Ball komplett außerhalb der imaginären Begrenzung (vertikale Linie nach oben) des Hindernisses sein.

Bevor ein Spieler beabsichtigt, den Ball hoch über Hindernisse zu spielen, muss er seine Mitspieler vor seinem Schuss informieren, damit sie die Fluglinie überprüfen können. Wenn der gespielte Ball auf die Spitze eines ein- oder zweibeinigen Hindernisses trifft, wird der Ball als gut gewertet (im Zweifelsfall entscheidet die Mehrheit im jeweiligen Flight, ob ein Ball gut war oder nicht. Wenn der Flight keine Mehrheitsentscheidung findet, muss der Spieler seinen Schuss ohne Strafe erneut durchführen).


28-3. Mehrbeinige Hindernisse (geschlossene Hindernisse)

Geschlossene Hindernisse schaffen einen geschlossenen Bereich. Das Hindernis muss in der richtigen Spielrichtung durchspielt werden. Wenn der Spieler den Ball nicht durch das Hindernis schießt, dann kann der Spieler wählen, ob er den Ball um oder durch das Hindernis zurückspielt. Danach muss der Ball noch einmal mit vollem Umfang durch das Hindernis in der richtigen Spielrichtung durchspielt werden.


28-4. Finale Zielhindernisse (Eimer, hochgehängtes Netz, Torwand oder ähnliches) 


Finale Zielhindernisse können eine Alternative zu einem im Boden befindlichen Loch sein. Der Ball muss entsprechend der Lochbeschreibung durch die korrekte Öffnung gespielt werden und im Inneren des Hindernisses bleiben, um als eingelocht zu gelten. Wenn der Ball wieder durch die gleiche Öffnung des finalen Zielhindernisses zurückspringt, ist der Ball nicht gelocht und muss wieder gespielt werden, bis er im Hindernis bleibt (gleiche Logik wie für ein normales Loch).


Anmerkung 1: Wenn der Ball den ganzen Weg durch ein Hindernis gespielt wurde und durch das Hindernis zurückkommt, muss das Hindernis noch einmal durchspielt werden. Das bedeutet, dass der Ball durch das Hindernis gespielt werden und er auf der anderen Seite zur Ruhe kommen soll.

Wenn der Ball mit einem späteren Schuss wieder durch das Hindernis zurückgespielt wird, gilt das Hindernis immer noch als durchspielt.


Regel 29. Spezialloch / „Special hole“


Der WFGA-Vertreter hat das Recht, ein Loch als Spezialloch nach Regel 29 zu klassifizieren. Im Gegensatz zu Regel 3-5 wird die maximale Anzahl von Schüssen dann verändert. Wenn die Anzahl der dann erlaubten Schüsse nicht ausreicht, um den Ball zu lochen, wird dies mit einem zusätzlichen Schuss bestraft. Darüber hinaus kann der Spieler die Regel 27a „Ball unspielbar/Schuss- und Distanzverlust“ ohne jegliche Strafe anwenden. Um den straffreien weiteren Versuch zu erhalten, muss der Ball seitlich markiert werden, bevor er geschossen wird, um genau den gleichen Punkt wiederzufinden.